Weinpersönlichkeiten der Schlumberger-Gruppe
00:00:06: Liebe Weinfreunde,
00:00:07: mein Name ist Katharina Iglesias, ich bin Metres Sommelier und Clubmanagerin in der Weinbank Hamburg.
00:00:13: Ich habe heute das Glück, dass ich euch Chathomu Krabi vorstellen darf, wo ich durch zuvor letztes Jahr im April selber einmal vor Ort war auf einer kleinen Weinreise, haben so eine kleine Tour durch Georgien gemacht.
00:00:25: Und zum Abschluss waren wir dann bei Chatur Mokrani.
00:00:28: Es ist wahnsinnig faszinierend, weil die viel auch mit Bariks arbeiten, was hier eigentlich in Georgien gar nicht so weit verbreitet
00:00:35: ist,
00:00:35: sondern die meisten arbeiten ja mit den Tonamphoren, mit den Queefries.
00:00:39: Und Chatur Mokrani arbeitet halt mit beiden.
00:00:41: Wahnsinnig viele Bariks, die sie dort ausgestellt haben.
00:00:44: Viel auch französische und amerikanische Eich mit der sie arbeiten.
00:00:49: Und das Besondere, was sie haben, ist, dass sie nicht nur Autoktorenrebsorten haben, sondern sie haben auch internationale Rebsorten und stellen daraus den QW her.
00:00:57: Sie arbeiten wahnsinnig kraftvoll, was halt wunderbar zum Essen passt.
00:01:01: Wir waren damals da und sind dann auch vom Chateau gekocht
00:01:05: worden.
00:01:07: Ich hatte das Glück, dass ich neben dem Kellermeister sitzen durfte.
00:01:11: Patrick Kornow, das fand ich wahnsinnig faszinierend.
00:01:15: Der kommt ursprünglich aus Deutschland, hat in Heilbronn studiert.
00:01:17: und ist seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem
00:01:27: Jahr hier seit
00:01:28: dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem Jahr hier seit dem gut rausarbeiten können.
00:01:49: Es ist ja sowieso ein Land, was eher ein bisschen heißer ist.
00:01:51: Im Sommer bis über dreiundvierzig Grad, im Winter bis zu minus
00:01:56: zehn Grad.
00:01:57: Es ist eher trocken, weswegen sie dort weniger Pilzdruck haben und im Sommer auch mit künstlicher Bewässerung arbeiten müssen.
00:02:04: Aber dementsprechend ist es halt wunderbar für den biologischen Weinbau geeignet.
00:02:11: Herzlich willkommen bei Sommi und Tour.
00:02:13: dem Podcast, bei dem wir die interessantesten und spannendsten Produzenten der Schlumbergergruppe ans Mikro holen und deren Protagonisten zum Gespräch bitten.
00:02:26: Heute reisen wir nach Georgien.
00:02:29: In das Herz von Cartley, also nördlich von Tieflis.
00:02:33: Dort erhebt sich ein Schloss, das wie kaum ein anderes für den Beginn des modernen georgischen Weinbaus steht.
00:02:45: Seine Geschichte beginnt im neunzehnten Jahrhundert
00:02:47: mit Prinz
00:02:48: Ivanemucran Bartoni, einem Angehörigen der Königlichen Bakrationi-Dynastie, nach Studienaufenthalten.
00:02:57: Natürlich in Frankreich bringt er, die Idee des Schattoweinguts nach Georgien, eine Revolution.
00:03:07: Er pflanzte Reben, baute den Palast, füllte Wein ab und legte den Grundstein für eine Tradition.
00:03:15: die fast ein Jahrhundert von der Sowjetzeit ausgelöscht
00:03:17: wird.
00:03:21: Erst Anfang der zweitausender Jahre wird das Anwesen wiederbeleben durch den schwedischen Unternehmer Dr.
00:03:27: Frederik Paulsen, der das Weingut restauriert, neu bepflanzt und schließlich in die Marusia Beverage Group integriert.
00:03:37: Heute gehören rund einhundert Hektar biologisch bewirtschaftete Reden zum Gut, angebaut auf alluvialen und kalkhaltigen Böden in vierhundertfünfzig bis siebenhundert Meter Höhe.
00:03:49: Dadurch haben wir extrem starke Tag-Nacht-Unterschiede, die die Frische und die Säure in dem Wein bewahren.
00:03:55: Seit ist hier ein Deutscher einer Spitze,
00:03:58: Patrick Honeff.
00:04:00: Er ist Inologe, hat in Heilbronn studiert und im Bordeaux gearbeitet und führt nun als CEO und Winemaker die Verbindung aus georgischer Identität und französischer Präzision weiter.
00:04:16: Und Tav Query schreibt er die Geschichte des Cardly-Terrors komplett neu.
00:04:22: Und Holtscheidemucrani, in den nächsten beiden Wochen, heute Featured und nächste Woche im Showcase, sprechen wir über Georgische Rebsorten, über den Mut zur eigenen Handschrift, über Böden, über Kalk, über Klima und darüber... Wie sich ein Schloss aus dem neunzehnten Jahrhundert in ein modernes, lebendiges Weingut verwandelt.
00:04:48: Mein Gesprächspater ist Patrick Honeff, Winzer, CEO und Visionär von Chattomukrani.
00:05:05: Was macht denn euren, was macht deinen als Patrick deinen Wein besonders?
00:05:11: Und welch muss man getrunken haben, um dich zu verstehen, durch deinen Wein?
00:05:16: Mhm.
00:05:17: Gute question.
00:05:18: Gute Frage.
00:05:19: Kann man deine Handschrift erkennen?
00:05:20: Also hast du eine Handschrift?
00:05:22: Ich hoffe schon.
00:05:23: Ich denke, das ist immer das Hauptbild, dass ich versuche, in den Weinverkostungen zu vermitteln.
00:05:31: Das ist, ich denke, jeder seriöse oder passionierte Weinmacher.
00:05:38: Jedes passionierte Weingut muss eine Philosophie haben und somit auch seine Handschrift.
00:05:52: Jeder Wein, ich meine, ist Jahrgangsbedingter anders.
00:05:56: Jeder Wein hat seinen eigenen Charakter.
00:05:59: Aber ich glaube, wichtig ist, dass man, wenn man die Kollektion probiert, eine Handschrift erkennt.
00:06:07: Das denke ich extrem wichtig, in was es auch manchmal von weniger professionellen Betrieben, weniger passionierten Betrieben, was man vielleicht vermisst.
00:06:19: dass nicht ein Wein im Topbringer sein muss und die anderen sind unter Ferner liefen, sondern dass die gesamte Kollektion Handschrift haben muss.
00:06:28: Und im Grunde, auch wenn man den Wein noch nie probiert hat, aber wenn man ihn sieht, dass man im Grunde weiß, ich kann mich darauf verlassen, da ist eine Philosophie und die werde ich auch in dem Wein wiederfinden.
00:06:38: Das finde ich jetzt mir wichtig, wenn ich über die Weine rede, die ich mache.
00:06:44: ... mit dem Team.
00:06:45: Das bin ja nicht ich alleine.
00:06:47: Muss man Experte sein, um deine ... ... Handschrift zu erkennen?
00:06:51: oder kann man das auch als Leie?
00:06:52: Ja.
00:06:55: Ich würde sagen, kann es auch als Leie.
00:06:57: Absolut.
00:06:57: Ich meine ... ... es geht darum, dann mal ... ... ums grob zu umreißen.
00:07:03: Es geht um ... ... Eleganz ... ... Ausgeglichenheit ... ... und Authentizität.
00:07:14: Wobei, ich meine, Eleganz ist, glaube ich, recht leicht zu verstehen.
00:07:17: Balance, glaube ich, versteht man auch als Leie leicht, wenn es im Mund sehr balanciert ist.
00:07:25: Und Intensität, natürlich muss man erklären.
00:07:27: Das heißt, ich meine, alle unsere Weinberge sind organisch.
00:07:34: Also organischer Weinbau ist für mich ein sehr wichtiges Thema.
00:07:40: Und alle Weine Wir haben immerhin hundertzwei Hektar.
00:07:44: Alle Weine sind Naturvergoren.
00:07:48: Spontanvergierungen gibt es sich viele Wörter für.
00:07:51: Das heißt keine Reinzuchthefen, um den individuellen Charakter der Rebsorte und des Platzes, wo sie wachsen, herauszuarbeiten.
00:08:01: Also keine exogenen Faktoren haben einen Einfluss auf die Aromastruktur.
00:08:07: Das ist entweder Weinbergsorte.
00:08:11: die Böden und dann unsere Philosophie, den Wein zu machen.
00:08:17: Und in der Regel ist ein bisschen abgegriffener Begriff Low Intervention.
00:08:23: Das heißt, wir muten dem Wein nicht viel zu.
00:08:30: Wir machen eine strenge Selektion, um optimales Material mit geringem mikrobiologischen Belastung zu erhalten, um eine spontanen Vergierung zu erleichtern.
00:08:41: Und dann bewegen wir die Weine nicht sonderlich viel.
00:08:45: Es gibt einen Betrieb in Deutschland, den ich sehr mag.
00:08:48: Das ist Kühlinge J. Die haben eine ähnliche Philosophie der Haio.
00:08:57: Und ja, das finde ich auch sind sehr besondere Weine.
00:09:04: Ja, das ist so, also Authentizität.
00:09:07: Das heißt der Wein drückt sich aus.
00:09:10: Und wir bringen den dazu, wir wollen schauen, dass Georgin auch elegant und aussäglichen sein darf und nicht immer rustikal und hart.
00:09:19: Und das ist eine Handschrift, ja.
00:09:21: Welchen Wein sollte man probieren, wenn man dich sehen möchte?
00:09:25: Wenn man mich sehen müsste, muss man noch nicht mal Wein probieren.
00:09:28: Wir können auch zusammen essen.
00:09:30: Wir haben mal schöne Restaurants.
00:09:32: Wir haben hier drei Wein.
00:09:33: Lass mal was probieren jetzt mal.
00:09:34: Also wir haben jetzt, welchen Wein muss man probieren?
00:09:37: Das ist immer schwer.
00:09:38: Es ist immer so die Frage.
00:09:39: Die Leute stellen ja gerne die Frage, hey, welcher ist dein Lieblingswein unter den Wein, den du machst?
00:09:45: Das ist so wie, hey, welches deiner Kinder magst du mehr?
00:09:49: Und so ist es eine super schwierige Frage.
00:09:54: Fertigte Weine stehen, die eigentlich ein schönes Spiegelbild sind für uns, weil erst mal für unsere Region, weil wir konzentrieren uns mehr und mehr auf unsere Heimatregion.
00:10:08: Deiner ist Dresden, unsere ist Kartli.
00:10:11: Kartli ist eine zentral georgische Region.
00:10:17: Das Weingut ist so vierzig Kilometer nordwestlich von Tiflis, also wir sind wirklich in der Mitte von Georgien, in einem großen Tal, das ist Mokhani Valley.
00:10:31: Und unsere sagen wir, wir haben zwei sehr, sehr alte regionale Rebsorten, die wir Anfang der zweitausend damit revitalisiert haben, die verschwunden waren, ausselektiert wurden in der Sowjetzeit, weil sie weder Massenträger waren und außerdem nicht so krankheitsresistent waren als der Saperavi und die Katsitelli, den jetzt jeder kennt von Georgien vielleicht.
00:11:00: Das sind unsere Identitätsträger, die reflektieren einfach unsere Region, unser Klima und das ist auf der einen Seite hier der Gerolimuzwane.
00:11:14: Schwere Namen natürlich, der Gorodimuzvaner, das heißt der Grüne aus Gori.
00:11:20: Gori ist eine wichtige Stadt in der Region.
00:11:26: Leider berühmt, weil Stalin dort geboren wurde.
00:11:31: Ja, das ist der Grüne aus Gori.
00:11:34: Es ist eine Weißvansurze, die ich sage sehr liebe, weil es sehr elegante Subteleweine macht.
00:11:47: ohne zu viel Alkohol zu haben und ich würde sagen, wirklich sehr viel Eleganz präsentiert.
00:11:54: Und auch sehr vielfältig ist, weil man sie sehr schön als, ich sag mal, klassischen Wein ausbauen kann, das heißt Edelstahl oder eben Holzfass etc.
00:12:06: In Georgien nennt man das European Style.
00:12:09: Man aber auch super Skin Contact Weine mitmachen kann, also Traditional Georgian Wine Making.
00:12:17: und aber auch super ist, um QVs zu machen.
00:12:20: Das ist eine sehr, sehr flexible Ribsorte.
00:12:27: Dann haben wir natürlich sehr wichtig, haben ich hier einstehen, das ist der Quervriwein, traditionelles georgisches Weinmachen.
00:12:35: Also es heißt lange Malchesstandszeit in der Tonamphore eingegraben im Boden.
00:12:42: Sechs Monate Malchesstandszeit, das macht es natürlich sehr, sehr, sehr atypisch für den Nicht erfahrenen Weintrinker.
00:12:50: Da muss man auch natürlich, wenn man über Georgien redet, immer auch einen dabei haben.
00:12:56: Auch wenn es nur fünf Prozent unserer Weinproduktion ausmacht, macht es vielleicht mit ninety Prozent unseres Images aus.
00:13:06: Und dann einen roten, der auch sehr atypisch ist für Georgien.
00:13:12: Weil die meisten Leute kennen Saperavi.
00:13:15: Sehr, also es ist eine Färbertraube, sehr dark, sehr sehr dunkel, dunkle Farbe und dunkle Waldfrüchte, Berndfrüchte mit viel schwarzem Pfeffer.
00:13:28: Aber ich habe hier den Schafkapito stehen.
00:13:31: Auch Schafkapito.
00:13:33: Das ist unser regionaler Hero, der eher an einen, sagen wir mal, leichteren Nebbiolo oder Spätburgunde erinnert als an Cabernet.
00:13:47: Und ich denke, wenn wir die drei probieren, haben wir mal einen schönen Querschnitt.
00:13:51: Vielleicht, dass wir heute den Schafkapito und den Geroli Matswane probieren und nächste Woche dann den Query.
00:13:58: Kein Problem.
00:13:59: Das könnte ich mir ganz gut vorstellen, gerade weil
00:14:02: ich glaube der Schafkapito...
00:14:04: Ah, hat er mich wahnsinnig überrascht.
00:14:06: Ich glaube, er ist auch ein unfassbar besonderer Wein.
00:14:10: Für dich, weil er ja so deinen Weg auch ein wenig begleitet, soweit ich das in Erinnerung habe.
00:14:15: Du warst ja einer der ersten, die, ich glaube, du hast den ersten Jahrgang entweder präsentiert oder abgefüllt.
00:14:22: Und korrier mich, wenn ich da falsch liege und mit dem hast du ja mehr oder weniger auch diesen ganz neuen Weg des Weingutes eingeschlagen, also eben spontan vergoren, ein ganz eigenes Spiel mit Biodynamie oder biologischem Ausbau, dieses überhaupt zu wagen, das salonfähig zu machen, wo ihr ja absolute Vorreiter seid, auch nicht nur in der Region, sondern im Gesamtzentrum dort.
00:14:48: Daher könnte ich mir vorstellen, dass das war den.
00:14:50: Ich fand großartig, als ich ihn geöffnet habe, die Farbe zu sehen, ersten Nasen-Kontakt.
00:14:55: Ich würde vielleicht sogar mit dem Roten beginnen.
00:14:57: Okay,
00:14:58: schön.
00:14:59: Ja, also, ja.
00:15:00: Ich, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja,
00:15:03: ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja,
00:15:05: ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, Die Weinberge gepflanzt, im Jahr zwei, im Jahr zwei, im Jahr drei.
00:15:26: Zwischen im Jahr zwei, im Jahr vier und heute liegen viele Kämpfe.
00:15:35: Kämpfe, weil die Rebsorte
00:15:36: sehr, sehr schwierig ist oder weil das Verständnis für diese Rebsorte so
00:15:40: schwierig ist oder weil
00:15:41: ihr innerhalb des Weingutes erst mal eurem Weg finden musstet.
00:15:45: Weides, genau.
00:15:46: Also einmal erst mal den Besitzer des Weingutes zu überzeugen, die Umstellungen zum organischen Weinbau zu machen und ihm zu erklären, dass das eigentlich, wenn man international mitarbeiten möchte, mitspielen möchte, sehr wichtig ist und sowieso für unsere Natur und die Umwelt sehr wichtig ist, für unsere Kinder.
00:16:11: Und spontan zu vergeren, weil es natürlich Leute gab, die sagten, ich mag den Wein nicht mehr, der hat mir vorher besser geschmeckt, also schöne Papaya Maracuya, so Häfennoten hatten von der Reinzuchthefe, Aromahäfen.
00:16:29: Und Patrick war auch, er hat erlaubt den Wein zu verändern, es waren schon einige heiße Momente dabei.
00:16:40: Ich habe es geschafft, sie zu überzeugen, zu sagen, okay, wenn wir Supermarktweine machen wollen, natürlich, dann mache ich das so, wie der es wollte.
00:16:47: Aber wenn wir zeigen wollen, dass Georgien was Besonderes ist, dann müssen wir auch das Besondere probieren und nicht das, was man in jedem Land in der Welt gleich machen kann.
00:17:00: Weil das kann man ja, mit Reinzuchthefen, mit Aromahäfen kann ich in jedem Land das gleiche Profil erzeugen.
00:17:08: Dafür ist Georgien zu klein und zu neu in der Weinwelt.
00:17:10: Das könnte niemanden hinterm Ofen hervorlocken, wenn es jetzt nicht gerade quer wie Wein ist.
00:17:16: Und das war natürlich Kämpfe oder auch so zu überzeugen, dass wir uns auf Schaffkapito konzentrieren und nicht auf Zapparavi.
00:17:24: Weil Zapparavi kann jeder in Georgien anbieten und wir sind noch nicht mal die Zentralregionen für diese Rebsorte.
00:17:31: Weil natürlich vor zehn Jahren war Schaffkapito noch nicht so bekannt.
00:17:34: Keiner kannte auch in Georgien Schaffkapito mehr.
00:17:39: In dem Zeitraum gab es nur Null, sechs Hektar überhaupt, die noch angepflanzt waren.
00:17:44: Also ihr habt es ja
00:17:44: auch.
00:17:45: Am Anfang, genau.
00:17:47: Wir haben dann vier gepflanzt.
00:17:50: Wir waren die größten mit vier, vier und ein halb.
00:17:52: Und jetzt haben wir zehn.
00:17:53: Wir sind, glaube ich, immer noch die größten.
00:17:55: Aber langsam kommt die Leute, dann langsam auf den Trichter.
00:17:58: Und jetzt müssen wir halt schauen, gerade mit dem Geroli Muzvane, wie wir unsere first Move-off-Position behalten.
00:18:04: Aber ja, wir sind immer noch an so einem, also Schafkapito als Roter und der Geroli Muzvane als Weißer.
00:18:11: Das ist ein Grunde wie Tempo oder Nuteller.
00:18:14: Das ist Stadto-Muchani steht dafür.
00:18:17: Und es ist so schön, also ich freue mich unheimlich, dass in Grunde seit drei Jahren ... wenn die Leute mehr und mehr verrückt auf den Gerudimozwane und auch den Schafkapito sind, den Wert des Weins entdecken zu sagen, wow, das sind wirklich coole Weine auf hohem Niveau.
00:18:36: Viel Spaß.
00:18:37: War
00:18:37: aber mehr oder weniger eine Nebelfahrt, die du da hattest, weil du Weine sehr hochklassig produzierst, aber auch... nicht wirklich wusstest, wie die reifen können.
00:18:47: Und wenn man einen hochklassigen Wein produziert, möchte man ja auch gerne, dass der fünf oder zehn oder fünfzehnundzwanzig Jahre irgendwie reifen kann.
00:18:54: Oder hattest du mal einen gereiften Scheifkapitel probiert gehabt, bevor du dich dazu entschlossen hast, auf diese Ja, Autoktoneriebsorte und eine von, ich glaube es gibt vierzig namenhaften Autoktoneriebsorten, es wird zwar von über fünfhundert geredet, aber viele sind ja mehr oder weniger Tafeltrauben oder nicht wirklich im Anbau, aber vierzig sind ja namenhaft, aber aus diesen mehr oder weniger vierzig eine heraus zu selektieren, wo du sagst, das könnte unsere Identität sein.
00:19:25: Hattest du da mal ein gereiftes Exemplar probiert?
00:19:28: oder war das reines Probieren oder Potenzial schon im Kindestadium erkennen?
00:19:34: Ja mal, du bist sehr gut informiert über Georgien.
00:19:39: Nein, leider in der Tat nicht.
00:19:40: Es gab einfach keinen.
00:19:41: Es gab nichts zu probieren.
00:19:42: Ich meine, wenn wir diejenigen waren, diese Rebsorte wiederbelebt haben, da kann man sich vorstellen, dass es leider allgemein in Georgien sehr, sehr, sehr, sehr wenige gealterte weine gibt.
00:19:55: also gealterte heißen georgene.
00:19:57: zehn jahre wir reden über zwanzig dreißig es gibt es ganz ganz ganz ganz wenig und deswegen war natürlich auch das wissen wenig.
00:20:05: das heißt das hat eher ja darauf beruht.
00:20:11: ich meine es hat ja auch schon ein paar jahre gedauert sechs jahre bis ich ja mal so das gefühl für die rebsorte hatte ich musste sie im grundjahr erst.
00:20:22: ich lerne ja immer noch die rebsorte zu verstehen und zu vinifizieren.
00:20:28: Die Reise ist noch lange nicht zu Ende.
00:20:31: Ich denke, die Weine schmecken heute schon ganz anders als vor zehn Jahren.
00:20:34: Da haben wir schon einen Fortschritt gemacht.
00:20:38: Das Leben als Winzer, das Weinmacher, ist ja ein nicht ganz so ruhiger Fluss.
00:20:44: Es ist eine sehr langsame Entwicklung.
00:20:48: Das gab es nicht.
00:20:48: Es war eher so beim Probieren, Beim Nachdenken über die Rebsorte zu sehen, okay, welche Werte haben wir hier?
00:20:57: Man las immer aus alter Sowjet-Literatur.
00:21:00: Das kann ich altern.
00:21:03: Die haben ja auch eher nach Fünfzehn Tonnen pro Hektar gesucht.
00:21:05: Da altern wenige Weine bei der Extraktion, bei der Erntemenge.
00:21:17: Das war in der Tat ein langer ... Nachdenkprozess.
00:21:22: zum einen, was jetzt mal die intrinsische Produktqualität betrifft, zu sagen, hat der Wein, hat die Rebsorte das Zeug international mitzuspielen.
00:21:35: Da brauche ich auch erst ein paar Jahrgänge, um wieder zu probieren, wieder zu probieren.
00:21:40: Ich hatte ein paar, ich habe ein paar Zwei-Tausend Neuner im Keller.
00:21:44: Das war auch eine Hilfe für mich, das zu probieren und sie als sehr lebendig wiederzufinden.
00:21:49: Das ist natürlich auch wichtig gewesen, um das Selbstvertrauen zu steigern.
00:21:55: Und immer mehr zu sehen, auch die Weinbergealtern.
00:21:57: ja auch jetzt mit knapp dreiundzwanzig Jahren sind sie auch, sagen wir mal, im jungen Alter, im jungenweisen Alter.
00:22:11: Zu sagen, ja, alles ist da, um es zu altern, die Komplexität ist da.
00:22:15: Es ist im Grunde auch ein Stil, der momentan ... beliebt ist.
00:22:20: Man sieht die Spät-Bogunda-Evolution, ... ... junge italienische Weine wie Nerello-Maschalese ... ... oder auch wieder Sanjuvese, was ... ... knackig frische Säure balanciert, ... ... rote Frucht mehr als schwarze Frucht.
00:22:41: Das spielt dem Chef Capito
00:22:43: zu.
00:22:44: Was der auch hat, also alle?
00:22:45: Ja,
00:22:46: ja.
00:22:46: Auf der anderen Seite nur zu wichtig ist, dass ... Das war auch dann eine andere, die intrinsische Produktqualität natürlich.
00:22:53: Und die andere war die große Frage, was ist unsere Identität?
00:22:56: Und ich denke, wir haben vorhin diskutiert in einer Weinwelt, die sich heute wohl restrukturiert, auch der Weinkonsum sich restrukturiert.
00:23:07: Es ist eine klare Geschichte Storytelling, aber auch eine klare eine klare Philosophie wichtig.
00:23:15: Und ich denke auch, eine klare Identität ist wichtig.
00:23:18: Und das war die andere Überlegung.
00:23:21: Was ist unsere regionale Identität?
00:23:24: Und da ging halt die Entscheidung, denn okay, es muss Schaffkapito sein im roten Bereich und Gerolimozwana im weißen Bereich und noch zwei andere Rebsorten.
00:23:33: Auch
00:23:34: mit dem Risiko, dass es nicht everybody Starling sein wird.
00:23:37: Aber wir müssen ja auch nicht everybody Starling sein.
00:23:42: Ist ja schon recht provokant
00:23:43: auch allein von der von der farbe, dass ihr eben keins aber nicht mit drei vier fünf prozent dazu genommen habt um ihn noch ein wenig dunkler oder noch wenig farb präsenter zu machen.
00:23:56: Diese Art von Farbe ist ja Leidenschaft, aber es braucht natürlich dann oftmals auch, ich sag mal, in der breiten Masse beim allgemeinen Weintrinker, oftmals ein wenig Überzeugung, dass dunkle Farbe nicht gleich Qualität ist, sondern dass gerade in der Transparenz und eben der sich entwickelnden, daraus resultierenden, noch intensiveren Farbveränderung dann der Reiz letztlich liegt.
00:24:19: Ich finde ihn von der Nase unglaublich spannend, weil er ist unlaut.
00:24:24: Er ist kein Schreihals, er ist nicht leise, aber er ist unglaublich präsent und sehr vielschichtig.
00:24:31: Also man hat das Gefühl, ganz viele verschiedenen Ebenen in dem Wein zu haben.
00:24:34: Zum einen geprägt von einer richtig präsenten, leichten Bärenfrucht, ein bisschen was kürstiges Florales, ganz leichte Ledertöne, so ein bisschen Kaminholz habe ich mit dabei.
00:24:47: Ein bisschen Erdek manchmal, ein bisschen süße, süße Spice, süße Gewürze.
00:24:52: Na, gritzum
00:24:53: wenig, was am Gaumen noch so wenig kommt.
00:24:56: Ich mag die Tarnintextur dabei.
00:24:59: Sind die Tarnine natürlich, es ist eine Rebsorte, die immer diese leichte Gerbigkeit, aber trotzdem diese seiligweiche Gerbigkeit hat, oder ist das Handwerk?
00:25:11: Wie würdest du das Säureverhalten oder die Struktur von dem Wein beschreiben?
00:25:15: Okay, ja.
00:25:17: Da hast du zwei meiner Lieblingsfragen.
00:25:20: Die dritte setze ich dazu.
00:25:22: Auch wenn du mir fragst, welche Fragen ich mag, die mir gestellt werden, ist über das Kriterium Weinfarbe und tiefe, tolles Thema.
00:25:35: Das andere ist die Vielschichtigkeit.
00:25:42: Und die letzte, was mich auch, was auch eine sehr schöne Frage ist, die auch, wo ich auch ganz gerne, kann manchmal ein bisschen provokant sein, ist der Alkoholgehalt.
00:25:49: Da diskutiere ich auch gerne drüber, by the way.
00:25:52: Das ist ein sehr interessantes Thema.
00:25:54: Jetzt bei dem Wein.
00:25:54: hier beim Schaff Kapito ist natürlich ganz klar, ich meine, und ich will auch zugeben, die ersten ein, zwei Jahre habe ich auch zwei, drei Prozent auf Saberavi zugegeben, weil ich Angst hatte, in Georgien wird kein Mensch das anrühren, weil, ja, weil Auch in Georgien, auch immer, jeder dachte, wenn der Wein nicht eine tiefe Farbe hat, dann kann es kein guter Wein sein.
00:26:20: Das hat mir auch mal, das hat auch ein paar Jahre gedauert, zu sagen, nee, nee, wir haben das selbstbewusstsein, wir glauben so sehr an unseren Chefkapito, der braucht nichts anderes und den bringen wir so auf die Flasche.
00:26:34: Und ich finde es wunderbare Farbe, Morbinen.
00:26:38: Und ja, genau die Textur.
00:26:50: Bitterkirche, Konalinkirche im Grunde oder der schwarze Kirche manchmal, kommt auf einen Jahrgang an, ein bisschen was flaumiges, genau ein bisschen diese ärdige Noten, es ist leicht ledrig und dieses, was ist dann für mich sehr unterscheidet vor dem Spätbeugunder?
00:27:07: eher diese süße Wirtsigkeit, die ich eher dann vielleicht im Nebiolo haben kann.
00:27:13: Und dann kommt die Textur, die eher sehr elegant ist, rotfruchtig, Aber ja, viel Schichtigkeit birgt.
00:27:22: Aber was ich sehr mag, was du gesagt hast, leise ist, das ist wirklich Kartli, auch Guruli später das Leiche.
00:27:29: Das sind keine Schreihälze, das sind keine schwarzen Äggers, Muskelpotze.
00:27:37: Das sind eher feine leise Weine.
00:27:42: Das finde ich, ja, das muss man sich auch trauen, weil... ... immer, wenn du so in die Weinwelt rausgehst, ... ... die Weinwettbewerbe und so etwas, ... ... wo man auch darüber diskutieren kannst, ... ... im Grunde gewinnen meistens die Muskelprozze.
00:27:59: Ich mag auch Muskelprozze, wenn ich Bock habe, ... ... ich mag auch elektronische Musik und Hard Rock, ... ... ich mag auch klassische Musik, ... ... ich denke Wein ist ganz ähnlich wie Musik, ... ... es kommt auf die Laune an und auf das, ... ... was ich dazu esse.
00:28:12: Ja, und die Tarninenstruktur vom Schaffkapito, ja, ich ... Das ist Schafkapito.
00:28:19: Da ist Tannin, aber er hat eine Seidigkeit, trotzdem eine Präsenz.
00:28:25: Es ist jetzt kein Easy Goer, das ist jetzt kein leicht Füßer, den man so leicht wegdrinken kann.
00:28:33: Der hat schon absolut viel Tiefe und das gibt ihm auch die Altungsfähigkeit.
00:28:39: Darum habe ich auch gesagt, wir können da auch unseren Top Wein mitmachen.
00:28:44: weil er diese Eiltungsfähigkeit mit sich bringt.
00:28:46: Wir müssen halt nur ein bisschen warten.
00:28:50: Und jetzt ist es ein anderes Thema und das ist natürlich für mich als Weinmacher eines der super spannenden Themen georgelt.
00:28:59: Wie machen wir die Weine?
00:29:02: Wie lernen wir jetzt das richtige Händchen, die richtige Rangehensweise für die Ja, für uns eigentlich recht neuen Rebsorten.
00:29:12: Auch wir gehorgen ja, neuen Rebsorten richtig anzufassen.
00:29:15: Und das ist, das meine ich, ist der lange Prozess.
00:29:17: Und hier beim Schafkapito denke ich mir, weil, sagen wir mal, vielleicht kannst du heute fünfzehn bis zwanzig Schafkapitos in Gehorgen finden.
00:29:28: Und manche von denen erinnern mich nicht unbedingt an Schafkapito.
00:29:32: Ich denke, es ist schon wichtig, zum Beispiel, dass der Schafkapito, der Brauch Luft Der braucht Sauerstoff in kleinen Dosen.
00:29:43: Wie man es weiß vom Cabernet Sauvignon.
00:29:46: Warum hat man das Berikaltern für den Cabernet Sauvignon erfunden?
00:29:50: Weil man entdeckt hat, dass eine Mikrooxidiergenisation dem Wein guttut in seiner Strukturentwicklung.
00:29:58: Und für mich definitiv ist ein Schafkapito eine Rebsorte, die das braucht.
00:30:03: Weil sonst kann er sehr enttäuschend sein.
00:30:05: Also ein Schafkapito nach der Vergärung kann meistens recht ernüchternd sein.
00:30:10: Es ist nicht so einer jetzt, der erst vergoren und sagt, wow, der steht jetzt da, so wie er damals mal später sein wird.
00:30:17: Und darum denke ich mir schon, dass die Hand des Weinmachers schon auch eine Rolle spielt.
00:30:24: Am Ende ist es immer die Erde und wo sie steht, der Rebsorte.
00:30:28: Aber ja, man musste es schon, ich denke, richtig anfassen.
00:30:33: Beim Holz spielst du mit Französischer und osteuropäischer Eiche, oder?
00:30:38: Ja, also beim Holz.
00:30:42: Wir haben ja eine klassische Version, wie hier, den Schafkapito.
00:30:46: Und dann haben wir eine Reserve.
00:30:47: Also, ich meine, beide sind zum größten Teil im Holz ausgebaut.
00:30:52: Jetzt die klassische hier, den du hast, aber in alten Fässern.
00:30:56: Das heißt, Minimum drei oder vier Belegungen.
00:30:59: Da dürfen auch größere, fünfhundert, sechshundert Liter Fässer dabei sein.
00:31:03: Da geht es weniger um die Holzstube.
00:31:06: Es geht mehr um den Sauerstoffaustausch in den fünfzehn bis zwanzig Murten des Alterns in Holzwas.
00:31:14: Ja, überwiegend französisches Holz, ein bisschen hauksasische Eiche, die ich leider seit zwei tausend zwei in zwanzig nicht bekommen kann, weil das meistens im Nordkaukasus wächst.
00:31:32: Und das kommen wir bekanntlich momentan nicht.
00:31:35: kaufen aus Russland.
00:31:38: In Georgien kann man leider keine sehr schwer Bäume fällen.
00:31:42: Es gibt schon einen guten Naturschutz.
00:31:45: Ja, und ein bisschen slowenig, probieren wir auch aus, gefällt mir auch.
00:31:50: Aber ja, die Eleganz, die Feinporigkeit einer französischen Eiche, aufgrund der Tatsache, dass sie halt ihre nationalen Eichenwälder haben, seit Colbert im siebzehnten Jahrhundert.
00:32:07: Da kommt halt noch keiner ran, so gut gewachsenes Holz zu bekommen.
00:32:11: Die anderen Länder haben wild gewachsene Eiche und da ist es nicht so leicht, Topholz zu bekommen.
00:32:16: Man kann Topholz in Deutschland, in Österreich kaufen, aber nicht.
00:32:20: Und amerikanische Eiche, das ist nicht so.
00:32:25: meine Party, also nicht so unsere Philosophie, ist mir oft zu... zu intensiv, vanillig.
00:32:35: Jetzt machen wir aber auch, jetzt machen wir es jetzt ein, was jetzt ein neuer, sagen wir mal ein bisschen, wo wir auch experimentieren.
00:32:41: Und es wäre viel in Amphoren, also zehn Prozent der Weine sind jetzt in der Amphore ausgebaut, ohne Holz.
00:32:50: In europäischen Amphoren oder in Querfri?
00:32:52: Also es ist ja ein relativ starker Unterschied.
00:32:55: beziehungsweise sollte man In eurem Sinne, das eine ja nicht als das andere bezeichnen, soweit ich weiß oder täuschig nicht da.
00:33:03: Ja, ja.
00:33:04: Natürlich, wir haben natürlich alles nur mit georgischen Amphoren.
00:33:09: Also wir nennen es natürlich Queverie.
00:33:12: Oder es sind ja im Grunde keine Amphoren, es sind kleine Gefäße mit Hänkeln, wo man den Wein drin transportiert hat.
00:33:19: Dann heißt es am Grunde eine Eja, als größerer hohen Lebenbehälter.
00:33:27: Also ich transformiere unsere georgische Identität des Quervri und mache einen Metallgestell und stelle es in den Fasskeller.
00:33:40: Das heißt Quervri, richtiges Quervri wird ja, das muss dann im Boden eingelassen sein und so.
00:33:46: Das ist dann Traditional Georgian Winemaking.
00:33:49: Aber ich habe sie transformiert.
00:33:51: Ich könnte eigentlich jetzt leicht sagen, ja, europäische... Am Foren oder Tonbehälter haben eigentlich eine höhere Qualität, weil sie professionell gemacht sind.
00:34:02: Okay.
00:34:04: Unser Queveri ist halt unser Queveri und ich wäre jetzt doof, ein französisches oder italienisches oder ein prodigiesischem Behälter zu kaufen.
00:34:13: Natürlich.
00:34:14: Ich werde mal eine Versuche damit machen.
00:34:16: Vielleicht eher in China, die machen auch gute Sachen.
00:34:19: Ja, aber wir machen es mit unseren georgischen Queveris.
00:34:23: Und das ist spannend, also das puffert die Holzigkeit ab natürlich.
00:34:27: Und was ich jetzt, sagen wir mal, seit zwei, drei Jahren intensiver mache, ist wieder Ausbau im großen Holzwas, das heißt, zweitausend Liter bis viertausend Liter, was eigentlich auch sehr spannend ist für die Weißweine, finde ich auch toll, für die Eleganz in Charakterstärke.
00:34:45: Und bei den roten halt auch ja bestimmte rote, wie den Schafkapito auch teilweise in großen Stückfässern zu reifen, um ja, um den Frucht, den Vorrang zu lassen.
00:34:57: Aber gut, ich denke hier beim Schafkapito, den wir ja vor uns haben, beim Einzwanziger, also viele Leute, ist das jetzt nicht direkt in der Nase, dem Kenner, dem wird er schnell bewusst, dass wir da ein bisschen Holz drin haben, aber es ist nicht so, dass es dir gleich die Nase wegschlägt und es ist wichtig.
00:35:16: Der Geruli ist ja auch in dem Quefrio oder in der Amphore ausgebaut oder woher kommt die Farbe bei dem.
00:35:24: Hier ist schon recht markant, es ist das Direbsorte, ist das aus der Oxidation heraus.
00:35:31: Also es finde ich, dieses Goldgelb ist unfassbar attraktiv, leuchtend und sehr prägnant.
00:35:38: Ja, also das ist hier in der Tat der Dreiundzwanziger, ist der erste, in der zweite Jahrgang, wo wir auch die Holzfässer einsetzen.
00:35:48: Das heißt, das ist schon im Grunde, wow, ein bisschen, achtzig Prozent, achtzig bis fünf achtzig Prozent im Edelstahl ausgebaut.
00:35:59: Ab momentan sehr langen Hefestandszeit, also der Dreiundzwanziger hat In ungefähr zwölf Monaten auf der Feinhefe gestanden.
00:36:11: Wir füllen keine Babys ab, also wir füllen nicht im Januar oder Februar den neuen Jahrgang ab.
00:36:17: Unsere Philosophie ist eher so, dass alle Weine in der Alterungszeit haben.
00:36:21: Darum ist doch der Dreiundzwanziger der aktuelle Jahrgang.
00:36:26: Wir wollen keine Weine anbieten, die auf den Geraromen sitzen, sondern die langfristige Frische mit sich bringen.
00:36:37: Sie ist der Dreiundzwanzig, superfrisch.
00:36:39: Die Farbe kommt ein bisschen von den großen Eichenfässern, die er mitbringt.
00:36:47: Die haben schon ihren Einfluss.
00:36:48: Ansonsten, der Geruli ist oft eher so sehr ... Goldblass, goldstrohig.
00:36:56: Ja, das ist seine Farbe.
00:36:57: Finde ich schön auch.
00:36:59: Manchmal so ein bisschen grüne Reflexe bringt er mit sich.
00:37:02: Darum heißt er auch der Grüne.
00:37:04: Und dann vor allen Dingen in der Nase, was ich an dem Wein betören finde, ist, wie gesagt, er springt mir nicht direkt ins Gesicht.
00:37:12: Er springt mir nicht gleich in die Nase, sondern du hast oft, kommt auf den Jahrgang an, sehr schöne, im positiven Sinne, Florale, florale Noten, manchmal ein bisschen grüne Noten, aber schöne grüne Noten, auch grüner Pfeffer, grüner Paprika, sorry.
00:37:34: Und dahinter dann diese Zitrusnoten, so Zitronengras und so etwas.
00:37:39: und auch ein bisschen Wirtsigkeit, was ich eigentlich, was ich persönlich sehr sexy finde.
00:37:45: Und hat einen schön balancierten Mittelbau.
00:37:48: Und das Wichtige ist, er schreit auch nicht im Finale, sondern diese Salzigkeit, die ihm begleitet und dann auch noch lange auf dem Gaumen bleibt.
00:37:57: Die richtig schmeckbar ist.
00:37:58: Also, die dem weit auch so eine ganz eigene Länge und Struktur gibt.
00:38:02: Ich finde die Nase... In dieser Art Spektakulär, man hat ein weiches Nasenbild, so als hätte ich irgendwie so helle Pflaumen und Äpfeln habe ich das Gefühl, aber eben wunderbar perfekt ausgereift.
00:38:14: Das gibt dem Ganzen eine gewisse Fülle.
00:38:17: Und dann kommt dieses ja, wie du gesagt hast, Zitrone, dieses ganz leicht, aber nicht spitz oder scharf, sondern einfach nur lebendig frisch.
00:38:24: Kommt wie so kleine Arompfeile raus und gibt dem so eine ganz eigene... Nasentextur macht neugierig, kitzelt auch so ein bisschen die Nase und macht den Wein regelrecht frech, aber das eben nicht in der unwirschen Art, sondern in einer so richtig gesetzten, fast erhabenen Art.
00:38:43: Diese Kombination aus beiden, es wirkt ja eigentlich so völlig korreter, aber ist in dem Wein so perfekt vereint, dass es richtig, richtig viel Spaß macht.
00:38:52: Und damit hat er, glaube ich, eine Identität, die man Ich wüsste keine Rebsorte, die in diese Richtung gehen, womit man es vergleichen könnte.
00:39:00: Was der dann wieder eine ganz eigene Daseinsberechtigung für den Wein gibt?
00:39:06: Ja, das ist wichtig.
00:39:07: Ich war halt immer ein bisschen anecdotisch vielleicht, aber als ich die ersten zwei Jahre in Georgien, die ersten Jahrgänge, ich meine zwei, vierzehnte, die habe ich ja nicht gemacht, die ich dann präsentieren musste.
00:39:22: Fünfzehn, fünfzehn fing es dann an, kamen mehr Journalisten auch und Käufer, Einkäufer, probierten und sagten, ja, ist ja nett, schön sauber gemacht.
00:39:35: Aber ja, den gleichen Stil hatte ich gestern in Italien und vielleicht übermorgen in Südafrika.
00:39:43: Sagen wir mal einen Grund, warum ich einen georgischen Wein kaufen sollte, wenn es nicht ein Quervriwein ist.
00:39:49: Und das hat mich natürlich ja mal sehr zum Nachdenken angeregt und darum kam auch dann die Entscheidung, wir müssen spontan vergeren, wir müssen wirklich den Charakter der Rebsorten rausarbeiten, auch wenn er nicht everybody Starling sein wird, das brauchen wir aber auch nicht.
00:40:03: Das ist schon wichtig, ja.
00:40:05: Und für mich auch ganz wichtig, zum Beispiel, ich weiß nicht, also in Deutschland habe ich nie eine weiße Kirche gesehen oder probiert.
00:40:13: Unsere Kirchen sind rot oder schwarz oder dunkelrot.
00:40:17: oder auch Maulbär.
00:40:18: Also Maulbäre gibt es ja recht wenig in Deutschland in der Tat, in Georgien oder auf Frankreich.
00:40:23: Sehr, sehr viel in Georgien.
00:40:24: Es gibt viele weiße Maulbären und viele weiße Kirchen.
00:40:28: Und das erinnert mich so wirklich.
00:40:30: Als es darum soll ich sagen, das können wir natürlich gar nicht kennen in Deutschland, weil das haben wir nicht so oft oder gar nicht in Deutschland.
00:40:36: Und das sind genau diese weißen Aromen im Zusammenspiel mit der floralen Seite.
00:40:41: und dann diese schönen Zitrus oder Zitrus-Baut oder Zitronengras, das ist dann die Frage.
00:40:52: Das macht den Wein sexy für mich.
00:40:53: Das finde ich auch schön.
00:40:54: Schön, dass ihr siehst,
00:40:54: freut mich.
00:40:55: Deswegen habe ich behilfsmäßig
00:40:56: weiße Flaumen gesagt, welche ich nett habe.
00:40:59: Die weißen Kirschen nicht präsenter beziehungsweise kennen, aber es ist natürlich ein wahnsinniger Weg,
00:41:04: den du dann auch gießt.
00:41:13: Vielen Dank vorerst, lieber Patrick.
00:41:14: Das war das Feature zu Shadamukrani und schon allein in dieser Kurzweiligen dreiviertel Stunde haben wir einen solch tiefgründigen Eindruck von Georgien bekommen.
00:41:27: Und,
00:41:28: und das finde ich so wichtig, ein Gefühl
00:41:30: dafür langsam aufbauen
00:41:31: können.
00:41:31: Wie großartig, wie besonders die Weine sind, das nicht zuletzt dank deiner Arbeit, dank deiner zehn Jahre, die du auf Stadto Mokrani schon verbracht
00:41:38: hast.
00:41:46: Unter deiner Leitung Stadto Mokrani zu einem Symbol geworden für die neue Selbstverständlichkeit georgischer Weine.
00:41:51: Authentisch präzise und voller Herkunft.
00:42:04: Und wenn du dir ein Stück dieser georgischen Geschichte nach Hause holen möchtest, findest du auf der Ho-Page des Prima-Weinkolleg unter www.bremerminusweinkolleg.de sehr besondere Angebote um Schadumokrani.
00:42:26: Vor allem Profis gibt es bis zum dreißigsten November, zwei tausendfünfundzwanzig, eine fünf plus eins Aktion auf drei der spannendsten Weine des Hauses.
00:42:39: Den Geruli mit Zwane, den Schafkapito und den Gefäferi White.
00:42:47: Bestehende Kunden erreichen selbstverständlich ihre gewohnten Ansprechpartner und alle, die neu dazukommen möchten,
00:42:53: sind natürlich herzlich willkommen
00:42:55: und können uns einfach mit dem Kennwort Somelion Tour
00:42:57: unter servicetschlumberger.de
00:43:00: kontaktieren.
00:43:10: Und in der nächsten Woche geht es weiter.
00:43:12: Und ich freue mich drauf, wenn es wieder heiß, Somelion Tour mit Schatomukranion Patrick Hornef.